Chloasma ist eine häufige erworbene Hautpigmentierungsstörung. Sie tritt vorwiegend bei Frauen im gebärfähigen Alter auf, kann aber auch – seltener – bei Männern vorkommen. Charakteristisch ist eine symmetrische Pigmentierung an Wangen und Stirn, die meist schmetterlingsflügelartig aussieht. Die Pigmentierung kann hellgelb oder hellbraun, dunkelbraun oder hellschwarz sein.
Nahezu alle Angehörigen ethnischer Minderheiten können an dieser Krankheit erkranken, wobei in Gebieten mit intensiver UV-Strahlung, wie Lateinamerika, Asien und Afrika, die Inzidenz höher ist. Die meisten Patienten erkranken zwischen 30 und 40 Jahren; die Inzidenz bei 40- und 50-Jährigen liegt bei 14 % bzw. 16 %. Hellhäutige Menschen erkranken früher, dunkelhäutige später, sogar nach den Wechseljahren. Studien an kleinen Bevölkerungsgruppen in Lateinamerika zeigen eine Inzidenz von 4 % bis 10 %, wobei 50 % der Schwangeren und 10 % der Männer betroffen sind.
Melasma lässt sich anhand seiner Verteilung in drei klinische Typen unterteilen: Mittelgesichtsmelasma (Stirn, Nasenrücken, Wangen etc.), Jochbeinmelasma und Unterkiefermelasma. Die Häufigkeiten liegen bei 65 %, 20 % bzw. 15 %. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang mit einigen idiopathischen Hauterkrankungen, wie z. B. der idiopathischen periorbitalen Pigmentierung, vermutet. Je nach Melaninablagerung in der Haut unterscheidet man epidermales, dermales und gemischtes Melasma, wobei das epidermale Melasma am häufigsten vorkommt.Woods LampeDie Bestimmung der klinischen Typen ist hilfreich. Der epidermale Typ erscheint unter Wood-Licht hellbraun, der dermale Typ hingegen hellgrau oder hellblau mit bloßem Auge, wobei der Kontrast unter Wood-Licht kaum erkennbar ist. Eine genaue Klassifizierung des Melasmas ist für die Wahl der späteren Behandlung von Vorteil.
Veröffentlichungsdatum: 06.05.2022




