Die physiologischen Funktionen der Hautmikroökologie

Die physiologischen Funktionen vonHautmikroökologie

Die normale Flora zeichnet sich durch eine hohe Selbststabilität aus und kann die Ansiedlung fremder Bakterien verhindern. Unter normalen Umständen herrscht ein dynamisches ökologisches Gleichgewicht zwischen Mikroorganismen und Mikroorganismen sowie zwischen Mikroorganismen und ihren Wirten.
1. Beteiligung am Hautgewebestoffwechsel
Die Talgdrüsen sondern Lipide ab, die von Mikroorganismen zu einem emulgierten Lipidfilm verstoffwechselt werden. Diese Lipidfilme enthalten freie Fettsäuren, auch Säurefilme genannt, die alkalische Substanzen auf der Haut neutralisieren und das Wachstum von Fremdbakterien (durchdringenden Bakterien), Pilzen und anderen pathogenen Mikroorganismen hemmen können. Daher ist die primäre Funktion der normalen Hautflora ein wichtiger Schutzmechanismus.
2. Ernährungswirkung
Die Haut besitzt die Fähigkeit zur Selbsterneuerung. Was mit bloßem Auge sichtbar ist, sind Schuppen. Dabei wandeln sich Epidermiszellen allmählich von aktiven, prallen Keratinozyten in inaktive, flache Zellen um, verlieren ihre Organellen und verhornen nach und nach. Diese verhornten und abgestoßenen Zellen zerfallen in Phospholipide, Aminosäuren usw., die Bakterien als Nahrung dienen und von anderen Zellen aufgenommen werden können. Die abgebauten Makromoleküle können von der Haut nicht absorbiert werden und müssen von Hautmikroorganismen abgebaut werden, um in niedermolekulare Substanzen zu zerfallen, die die Haut nähren.
3. Immunität
Als erste Verteidigungslinie gegen fremde Krankheitserreger schützt die menschliche Haut den Wirt aktiv oder passiv durch verschiedene Mechanismen. Einer der wichtigsten Mechanismen dieses Selbstschutzes ist die Sekretion antimikrobieller Peptide in der Epidermis.
4. Selbstreinigung
Die in der Hautflora ansässigen Bakterien Propionibacterium und symbiotischen Bakterien Staphylococcus epidermidis zersetzen Talg zu freien Fettsäuren, sodass die Hautoberfläche einen leicht sauren Zustand aufweist, d. h. einen sauren emulgierten Lipidfilm bildet, der die Besiedlung, das Wachstum und die Vermehrung vieler vorbeiziehender Bakterien, wie z. B. Staphylococcus aureus und Streptococcus, hemmen kann.
5. Barriereeffekt
Die normale Hautflora schützt die Haut vor Krankheitserregern und ist Teil ihrer Barrierefunktion. Die hierarchisch und geordnet auf der Haut angesiedelte Mikroflora bildet einen Biofilm, der nicht nur die Hautoberfläche schützt, sondern auch die Resistenz gegen Krankheitserreger stärkt und so deren Ansiedlung auf der Hautoberfläche verhindert.


Veröffentlichungsdatum: 28. Juni 2022

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